Resilienz – Selbstoptimierungswahn oder Selbstfürsorge?

Der Begriff Resilienz bezieht sich auf die Fähigkeit einer Person, mit belastenden Umständen und Herausforderungen umzugehen und sich schnell von Rückschlägen zu erholen. In den letzten Jahren ist Resilienz zu einem wichtigen Thema in der Selbstoptimierung geworden. Sie wird oft als notwendige Fähigkeit dargestellt, um in unserer schnelllebigen und stressigen Welt erfolgreich zu sein.

Einige Menschen sehen Resilienz jedoch als einen weiteren Anspruch, um sich selbst zu optimieren und noch mehr zu erreichen. Sie fühlen sich unter Druck gesetzt, immer stark und unerschütterlich zu sein, und glauben, dass sie Schwächen oder Rückschläge nicht zulassen dürfen. Dies kann jedoch zu einem ungesunden Selbstoptimierungswahn führen, der die Selbstfürsorge vernachlässigt.

Andererseits bedeutet Selbstfürsorge, sich selbst die Zeit und Aufmerksamkeit zu geben, die man benötigt, um sich sowohl körperlich als auch emotional gesund zu halten. Dies kann Dinge wie ausreichend Schlaf, regelmäßige Bewegung und eine ausgewogene Ernährung umfassen. Es kann auch die Verwendung von Entspannungstechniken beinhalten, wie zum Beispiel Yoga, Meditation oder progressive Muskelentspannung.

Es ist wichtig, ein gesundes Gleichgewicht zwischen Selbstoptimierung und Selbstfürsorge zu finden, wenn es um Resilienz geht. Resilienz sollte nicht als Mittel betrachtet werden, um immer stärker und besser zu werden, sondern als Möglichkeit, sich selbst und andere um uns herum besser zu unterstützen. Resilienz zu trainieren bedeutet, uns auf die Dinge zu konzentrieren, die uns helfen, uns selbst zu stärken und uns zu erholen, anstatt uns unter Druck zu setzen, immer perfekt zu sein.

Durch eine ausgewogene Balance zwischen Selbstoptimierung und Selbstfürsorge können wir uns auf die Entwicklung unserer Resilienz konzentrieren und uns auf lange Sicht besser auf belastende Situationen und Herausforderungen vorbereiten.

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